Fasnet Fasnetsspiel Burladingen

Fasnetsspiel in Burladingen 2017 – Rückblick

Gruppenfoto der Theaterleute aus dem Fasnetsspiel 2017 in Burladingen.

Kommenden Samstag, am 27. Januar 2018, um 15.00 Uhr steht das jährliche Fasnetsspiel in Burladingen an. Aus diesem Grund zeige ich hier einen Rückblick in Bildern auf das Jahr 2017. Diese regionale Veranstaltung begleite ich mit dem Foto jetzt seit 2011 und es ist mir ein sehr wichtiges Anliegen dies auch in Zukunft beizubehalten. Das Fasnetsspiel findet in diesem Jahr das 13. Mal seit der Wiederbelebung statt.

Mit dem Theaterstück des Fasnetsspiels wird die ‚heiße Phase‘ des Närrischen Treibens hier in Burladingen eröffnet. Das Jahr 2017 war für die Burladinger Fasnet ein ganz besonderes: Man durfte das Ringtreffen der Fasnetsvereinigung VFON – der Vereinigung Freier Oberschwäbischer Narrenzünfte e.V., der man zugehörig ist, ausrichten. Dies  fand zwei Wochen vor dem eigentlichen Fasnetsspiel statt.

Narrenmesse zur Eröffnung des Ringtreffens des VFON in der St Fidelis Kirche in Burladingen.

Deswegen lag mein Fokus nicht nur auf dem Fasnetsspiel selbst, sondern zusätzlich auf dem ganzen Drumherum mit Narrenbaum aufstellen, der Narrenmesse in der Kirche St. Fidelis Burladingen. Anwesend waren viele Häßträger und der Narrenbaum wurde von der befreundeten Narrenzunft ‚Horig‘ aus Gammertingen aufgestellt.

Zum Schluss das eigentliche Fasnetsspiel – direkt vor der Zunftstube vor der Fehlaquelle. 2017 mit zehn Theaterspielern, was je nach Stück etwas wechseln kann. Gestartet wird der Tag mit der Einladung der Einwohner Burladingens durch die Hochzeitslader. Diese Gruppen bestehen aus einem Brautpaar aus Braut & Bräutigam, den Hochzeitsladern ansich und einer Musikkapelle. Später am Mittag ist dann der Einzug vor der Bühnemit den einzelnen Brautpaaren, Musikkapellen und am Ende die Darsteller des Fasnetsspiels. Darauf folgt eine sehr humorige Ansprache des ‚Läufers‘ – der Typ mit den vielen bunten Schleifen & der langen Schriftrolle in der Hand. Hier bekommt jeder irgendwann einmal sein ‚Fett weg‘.

Der Läufer verliest vor dem Fasnetsspiel 2017 in Burladingen seinen Läuferspruch.

Das Stück hatte den Titel ‚Der Moormörder‘ und war sehr kurzweilig, soweit ich das hinter der Kamera mitbekam. Es ging um eine Erbschaft und einen ‚Mörder‘, der sich angeblich in der Gegend rund um Burladingen aufhalten soll. Hier kam es natürlich zwischen den Darstellern während der Geschichte zu allerhand Missverständnissen und dadurch einigen wirklich lustigen Situationen.

Für mich als Fotograf war es wieder eine ziemliche Herausforderung das Ganze schön ins Bild zu setzen. Bedingt durch die zahlreichen Zuschauer war es nicht so einfach sich ohne groß zu stören in die optimale Aufnahmeposition zu bringen. Da sich die Szenen teilweise in rascher Reihenfolge änderten, war es auch eine Kunst zur passenden Zeit am richtigen Ort zu sein. Man möchte ja keine Schlüsselszenen mit dem Foto verpassen.

Kussszene und Schlüsselszene aus dem Fasnetsspiel 2017 in Burladingen.

Technisch gehe ich das wie meine Hochzeitsreportagen an, was immer eine willkommene Gelegenheit ist in die neue Hochzeitssaison herein zu kommen und das ein oder andere ausprobieren, was ich während einer normalen Hochzeit so nicht kann. Sei es ein extra für diesen Event gemietetes Objektiv welches mich interessiert oder eine etwas andere Art des Fotografierens. Am Tag des Fasnetsspiels kann ich mir im Gegensatz zu meinen Hochzeiten den ein oder anderen Fehler erlauben. Wichtig ist, dass mein Ergebnis am Ende stimmt und man beim betrachten der Bilder direkt in die Szenerie versetzt wird – so als wäre man selbst dabei gewesen.

Auch wenn ich hinter der Kamera nicht alles mitbekomme, macht es jedes Jahr aufs Neue tierischen Spaß. Hierfür Danke allen beteiligten Personen, dass ich diese Möglichkeit zum Fotografieren jedesmal bekomme. Ganz besonders ‚Hubbe‘ dem  Organisator & treibende Kraft hinter der ganzen Geschichte ‚Fasnetspiel Burladingen‘, welcher mich 2011 nach meiner ersten Fotoreportage des Fasnetsspiels angeschrieben und in die Sache erst so richtig hineingezogen hat.

Typische Gruppe Hochzeitslader mit Braut, Bräutigam, Kassenbuben und Kapelle des Fasnetsspiels Burladingen.

Wer sich nun nach dem betrachten der Bildstrecke fragt weshalb die ‚Bräute‘ eigentlich alle Männer sind und ebenso die Frauenrollen mit Männern besetzt sind – darauf gehe ich in einem späteren Blogbeitrag ein. Dies hat nämlich etwas mit der über 100 Jährigen Tradition des Fasnetsspiels zu tun.

Jetzt freue ich mich erst einmal auf den kommenden Samstag, 15.00 Uhr in der Josengasse, Burladingen. Das Stück hat den Titel: „Tante Karolines Erben“.

Eine Galerie mit allen Bildern gibt es hier zu sehen: Fasnetsspiel 2017 Burladingen.

Hi, ich bin Tobias, People- und Hochzeitsfotograf aus Burladingen. Ich schreibe hier auf meinem Blog rund um die Fotografie, die Fotografie auf der Schwäbischen Alb und was es sonst noch so schönes rund um das Thema Fotos zu erzählen gibt. Hast du Fragen an mich, einfach in die Kommentare damit. ich antworte dir zeitnah.

2 Kommentare Neues Kommentar hinzufügen

  1. Hallo Tobias,
    habe soeben deine aktuellen Bilder vom Fasnetspiel 2018 angesehen. Sind super Aufnahmen, alles aus deiner Kamera rausgeholt. Dinge, die mit einer (meiner) Knipskamera gar nicht möglich sind. Zum Beispiel Hintergrund oder unwichtiges unscharf stellen, um das Wichtige herauszustellen und so weiter.
    Total unpassend wäre der Satz, der oft unüberlegt gesagt wird, und den ich von einem Profi am Rande eines Reisevortrags gehört habe: „Sie müssen aber eine gute Kamera haben!“ Geht gar nicht. Wäre so, wie zu einem Spitzenkoch zu sagen: „Sie müssen aber gute Töpfe haben“. Den Spruch musste ich jetzt einfach los werden.
    Also nochmals: Super Foto, ein tolles Menue, wenn wir schon am Vergleichen sind.
    Liebe Grüße
    Erwin Ritter

    1. Hi Erwin,

      danke für die Rückmeldung. Meine Kamera und Objektiv mit einer viele Stufen günstigeren & kleineren Kompaktkamera möchte ich nicht direkt vergleichen. Was sich mir in Sachen Bildgestaltung und Arbeit mit der Hintergrundunschärfe (nennt sich ‚Bokeh‘) zusätzlich möglich ist, schleppe ich den ganzen Tag in der Fototasche herum. Das sind nicht wenige Kilo und wenn du den ganzen Tag unterwegs bist, spür man das spätestens am Abend. Es gibt Situationen, speziell während dem Theater wenn ich zwischen den Zuschauern unterwegs bin, da wünschte ich mir solch eine kleine Kompaktkamera.

      Ich sage immer, man muss den für sich in der momentanen Situation besten Kompromiss finden. Und die Beste Kamera ist generell die, welche man aktuell dabei hat. Es bringt einem der tollste Fotoapparat nix, wenn er nur zu Hause herum liegt, da zu sperrig und unhandlich. Dann doch lieber das Bild mit dem Handy oder ähnlichem gemacht als gar keines.

      Der Spruch mit dem Koch trifft es ziemlich genau auf dem Punkt. Ein guter Koch kocht nicht gut weil er die tollsten WMF-Töpfe besitzt. Das versucht einem das Marketing der Firmen einzureden, sie wollen ja Geld verdienen. Ein guter Koch kann mit gutem Küchengerät seine Gerichte nur effizienter zu dem machen was er sich vorstellt. Ähnlich ist es ist es in der Fotografie. Ohne die handwerklichen Grundlagen zu beherrschen wird das nichts. Man könnte auch sagen: „Wer schon das Wasser anbrennen lässt beim kochen, der soll doch bitte zur Tütensuppe in der Mikrowelle greifen.“

      Danke für das Lob – liest man gerne.

      Und Grüße zurück

      Tobi

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.